Die Geschichte

Die Europäischen Herrscher und die Goldmünzen ihrer Epoche

20 Francs - Feingold 5,81 gr. (Jahrgänge 1867-1878, 1882)

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Belgien – Leopold II., 1865 – 1909

Ein echter Großgrundbesitzer

Schon als Kronprinz von Brabant (seit 1846) galt Leopolds vorrangiges Interesse dem Ausbau Belgiens zu einer Kolonialmacht. Nach seiner Thronbesteigung waren allerdings zunächst parlamentarische Auseinandersetzungen über Wahlrechts- und Bildungsfragen zu klären. Die sogenannte „Kongo-Konferenz“ im Jahr 1885 bestätigte den „Etat-Indépendant du Congo“ (heute Zaire) als sein Privateigentum, das 80mal größer ist als Belgien. Der wachsende Weltbedarf an Gummi sicherte ihm dadurch Einkünfte in Millionenhöhe. Nach europaweiten Protesten wegen einer rigorosen Ausbeutungspolitik („Kongogreuel“) ging der Koloniebesitz 1908 auf den belgischen Staat über.
20 Kronen - Feingold 8,06 gr. (1913-1917, 1926/27, 1930/31)

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Dänemark – Christian X., 1912 – 1947

Ein Doppelherrscher von überragender Körpergröße

Er war als Kristjan I. von 1918 bis 1944 auch König von Island. Im April 1920 löste der 1,99 m große König die „Osterkrise“, ein wichtiges Ereignis für die dänische Monarchie. Durch eine geschickt vorbereitete Volksabstimmungen sicherte er der dänischen Krone den Verbleib der Region Schleswig, die im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 an Preußen verloren gegangen war. Während der Besatzungszeit durch Hitlerdeutschland ab April 1940 ist er mehrfach durch seine besonnene, gleichwohl wirkungsvoll Courage hervorgetreten.
20 Mark - Feingold 7,16 gr. (Jahrgänge 1890-1913)

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Deutsches Reich – Wilhelm II., 1888 – 1918

Der letzte preußische König und deutsche Kaiser

Er übernahm im „Dreikaiserjahr“ (1888) den Thron als preußischer König und deutscher Kaiser von seinem Vater Friedrich III. von Hohenzollern. Seine Regentschaft war von Beginn an nicht konfliktfrei. Aufgrund von innen- und außenpolitischen Differenzen entließ er 1890 Reichskanzler Fürst Otto von Bismarck. Die von Wilhelm II. betriebene Flottenaufrüstung als Instrument deutscher Kolonialpolitik belastete das  Verhältnis zu Großbritannien. Seine öffentlichen Reden (z.B. die „Hunnenrede“ zum Boxeraufstand 1900) und die „Daily-Telegraph-Affäre“ von 1908 hatten meist katastrophale Folgen für das deutsche Ansehen in der Welt. Obwohl er keinen Krieg wollte, trug er durch dilettantische politische Winkelzüge zum Ausbruch des 1. Weltkrieges bei. 1918 ging er ins holländische Exil, wo er 1941 auch verstarb.
20 Francs - Feingold 5,81 gr. (Jahrgänge 1852-1870)

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Frankreich - Napoléon III., 1852 - 1870

Der zweite und letzte Kaiser der Franzosen

Am 21. November 1852 entschieden sich die Franzosen in einer Volksabstimmung zur Wiederherstellung des Kaisertums. Charles-Louis-Napoléon Bonaparte ließ sich daraufhin am 2. Dezember 1852 als Napoléon III. zum Kaiser der Franzosen ausrufen. Er regierte mit absoluter Macht und ließ Verteidiger des Parlamentarismus reihenweise verhaften. Mehrere Attentate überlebte er auf wundersame Weise. Gleichzeitig stieg durch seine militärischen Erfolge im Krimkrieg seine Popularität beim einfachen Volk. Ein wichtiger Schritt seiner Regierungszeit war die städteplanerische Neugestaltung von Paris. In der Schlacht von Sedan am 2. September 1870 wurde er durch die preußische Armee gefangen genommen und zwei Tage später nach Deutschland gebracht. Bis März 1871 war er auf Schloss Wilhelmhöhe in Kassel in Arrest.
20 Francs - Feingold 5,81 gr. (Jahrgänge 1899-1914)

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Frankreich - 3. Republik, 1870 - 1940

Eine Zeit von Krisen, Konflikten und Skandalen

Die nach dem Sturz Napoléons III. zunächst geplante Wiedereinführung der Monarchie scheiterte und es kam zur Ausrufung einer „temporären“ Republik mit einem Zwei-Kammer-Parlament (Abgeordnetenhaus und Senat als Legislative). 14 Präsidenten repräsentierten bis 1940 die Exekutive. Die 3. Republik endete mit der Kapitulation gegen das nationalsozialistische Deutschland. Ihre Geschichte war gekennzeichnet durch eine Reihe von innenpolitischen Konflikten und Skandalen, wie z.B. dem „Panamaskandal“ 1889 und der „Marokkokrise“ des 20. Jahrhunderts.


Sovereign - Feingold 7,32 gr.

Vorschau - Young Head

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Vorschau - Jubilee Head

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Vorschau - Old Head

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Großbritannien - Victoria, 1837 - 1901

Eine eigenwillige und selbstbewusste Herrscherin

Sie war nicht nur Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland, sondern ab 1876 die erste Kaiserin von Indien. Damit war sie als Monarchin Herrscherin über mehr als ein Fünftel der Erdoberfläche und ein Drittel der Weltbevölkerung. Während ihrer 63 Jahre und 7 Monate andauernden Regierungszeit verhalf sie den Ober- und Mittelschichten Englands zu einer wirtschaftlichen Blütezeit. Für eine ganze Epoche – das „viktorianische Zeitalter“ – ist sie zur Namensgeberin geworden. Dieses Zeitalter war einerseits eine Epoche der Prüderie und kulturellen Stagnation, andererseits hatte die industrielle Entwicklung aber wirtschaftliche Blüte und eminente imperialistische Expansion zur Folge. Durch ihre neun, an verschiedene Fürstenhöfe Europas verheirateten, Kinder erreichte sie einen nachhaltig wirkenden Einfluss auf die europäische Politik.


Young Head: Sovereign - Feingold 7,32 gr. (Jahrgänge 1899-1914)

Jubilee Head: Sovereign - Feingold 7,32 gr. (Jahrgänge 1887-1893)

Old Head: Sovereign - Feingold 7,32 gr. (Jahrgänge 1893-1901)

Sovereign - Feingold 7,32 gr. (Jahrgänge 1902-1910)

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Großbritannien - Edward VII., 1901 - 1910

Herrscher und Lebemann in einer Person

Als ältester Sohn von Königin Victoria und ihrem Gemahl Albert von Sachsen-Coburg und Gotha wurde er bereits in seinem Geburtsjahr 1841 zum Prince of Wales erhoben, bevor er seiner Mutter 1901 auf den Thron folgte. Schon vor der Thronbesteigung war er wegen seines Interesses für Glücksspiel, Pferderennen und französische Lebensart oft Gesprächsthema. Deshalb hielt ihn seine Mutter bewusst so lange wie möglich von Regierungsgeschäften fern. Seine Krönung im Alter von 59 Jahren musste wegen einer Blinddarmentzündung verschoben werden. Außenpolitisch war er aktiv, so ist beispielsweise die Annäherung an Frankreich mit der „Entente Cordiale“ im Jahr 1904 sein Verdienst. Innenpolitisch dagegen trat er kaum in Erscheinung.
Sovereign - Feingold 7,32 gr. (1911-1932)

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Großbritannien - George V., 1910 - 1936

Ein leidenschaftlicher Segler und glücklicher Familienvater

Er folgte seinem Vater, Edward VII., als König von Großbritannien und Irland und wurde 1911 zum letzten Kaiser von Indien gekrönt. Seine Versuche, den Ausbruch des 1. Weltkriegs durch verwandtschaftliche Kontakte zu verhindern, waren nicht erfolgreich. Stattdessen folgte in England eine  massive antideutsche Stimmung, in deren Folge im Juli 1917 das Haus Windsor proklamiert wurde. Mit dem Verzicht auf deutsche Namen und Titel leistete er seiner Popularität erheblichen Vorsprung. Die folgenden Regierungsjahre waren weitgehend frei von Skandalen. George V. ist der Begründer der Briefmarkensammlung des britischen Königshauses.
Sovereign - Feingold 7,32 gr. (Jahrgänge 1957-2002)

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Großbritannien - Elisabeth II., SEIT 1952

Eine Herrscherin mit einer Ausbildung zur Automechanikerin

Elisabeth II. wurde am 21. April 1926 als älteste Tochter des späteren Königs George VI. geboren. Obwohl ihre Geburt große öffentliche Aufmerksamkeit erregte, hätte niemand vorhersagen können, dass sie einmal Königin werden würde. Es wurde vielmehr davon ausgegangen, dass ihr Onkel, der Prince of Wales, eine standesgemäße Ehe eingehen und selbst Kinder bekommen würde. Diese Einschätzung hatte Auswirkungen auf ihre Erziehung und Ausbildung. So wurde sie auf ihren eigenen  Wunsch während des 2. Weltkriegs zur Automechanikerin und Kraftfahrerin ausgebildet.

Am Todestag ihres Vaters (6.2.1952) wurde sie schließlich doch zur Königin proklamiert und am 2. Juni 1953 gekrönt. In ihrer mittlerweile 57-jährigen Regentschaft ist sie das am weitesten gereiste Staatsoberhaupt der Geschichte. Die schrittweise Umwandlung des britischen Weltreichs zum heutigen Commonwealth hat sie nachhaltig beeinflusst. 2002 feierte sie ihr goldenes Thronjubiläum mit einer ausgedehnten Reise in die Staaten des Commonwealth.
20 Lire - Feingold 5,81 gr. (Jahrgänge 1879-1897)

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Italien - Umberto I., 1878 - 1900

Ein König mit feinster Bildung und von edler Haltung

Bevor er 1878 seinem Vater Victor Emanuel II. als König von Italien und Herzog von Savoyen folgte, war er aktiver Teilnehmer an den Kriegen von 1859 und 1866 gegen Österreich. Im Sinne seines Vaters regierte er streng konstitutionell. Die Wiederherstellung der finanziellen Ordnung des Staates war sein Hauptverdienst. 1882 hat er den Beitritt Italiens zum Dreibund (Bündnis zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und Italien) vollzogen. Am 29. Juli 1900 starb er nach drei Schüssen, die der Attentäter Gaetano Bresci in Monza auf ihn abgefeuert hatte.
10 Gulden - Feingold 6,06 gr. (Jahrgänge 1875-1889)

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Niederlande - Wilhelm III., 1849 - 1890

Ein Herrscher mit nicht-königlichem Lebenswandel

Er wurde 1817 als Sohn des Königs Wilhelm II. geboren. Nach einer militärischen Ausbildung folgte er seinem Vater 1849 als König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg, sowie bis 1867 auch Herzog von Limburg. Während seiner ersten Regierungsjahre versuchte der König vergeblich, die durch die Verfassungsreform von 1848 eingeschränkte Macht des Königs zurück zu gewinnen. Er führte ein moralisch angreifbares Leben und wurde von seinen Untertanen auch „König Gorilla“ genannt. Seine drei Söhne starben vor ihm.
10 Gulden - Feingold 6,06 gr.

Vorschau - Mature Bust

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Vorschau - Older Head

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Niederlande – Wilhelmina, 1890 – 1948

Im Alter von zehn Jahren wurde sie Königin

Die 1880 geborene Wilhelmina war bereits 1890 Königin, allerdings übernahm ihre Mutter Emma von Waldeck-Pyrmont die Regentschaft als Vormund bis zur Volljährigkeit ihrer Tochter 1898. Wilhelmina war die erste Königin auf dem niederländischen Thron. Im 1. und 2. Weltkrieg setzte sie sich energisch für die Neutralität der Niederlande ein, musste aber nach der deutschen Besatzung von 1940 nach London ins Exil gehen. Von dort aus wurde sie zur Symbolfigur des niederländischen Widerstandes. 1945 kehrte sie in die Niederlande zurück und ihrer Volksnähe ist es zu verdanken, dass die Monarchie in der Nachkriegszeit großen Rückhalt gewann.


Mature Bust: 10 Gulden - Feingold 6,06 gr. (Jahrgänge 1911-1917)

Older Head: 10 Gulden - Feingold 6,06 gr. (Jahrgänge 1925-1933)

20 Kronen Österreich / Ungarn - Feingold 6,08 gr.

Vorschau - Münze 1

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Vorschau - Münze 2

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Österreich / Ungarn - Franz Joseph I., 1848 - 1916

Ehemann der unvergessenen Kaiserin Sissi

Franz Joseph I. wurde bereits mit 18 Jahren im Revolutionsjahr 1848 österreichischer Kaiser. Mit Unterstützung des Militärs und der katholischen Kirche gelang es dem zunächst unbeliebten Kaiser mit einer neuen Reichsverfassung eine weitere Revolution zu verhindern. Nach der Niederlage 1859 gegen Napoléon III. folgte eine einschneidende Verfassungsreform mit der Rückkehr zu konstitutionellen Verhältnissen. Außenpolitisch gab es während seiner Regierungszeit zwar eine Serie kleiner Siege, allerdings auch mehrere große militärische Niederlagen. Als er 1916 starb, war der 1. Weltkrieg noch nicht entschieden. Er hat diesen Krieg nicht persönlich aktiv betrieben, andererseits aber auch die kriegsbereiten Politiker und Militärs seines Landes nicht zurückgehalten. Mit der Ära Franz Joseph I. ist der wirtschaftliche Aufschwung der Donaumonarchie eng verbunden.


Münze 1: 20 Kronen - Österreichischer Typ - Feingold 6,08 gr.
(Jahrgänge 1892-1909)

Münze 2: 20 Kronen - Ungarischer Typ - Feingold 6,08 gr.
(Jahrgänge 1892-1915)

20 Franken Vreneli - Feingold 5,81 gr. (Jahrgänge 1897-1949)

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Schweiz 1879 - 1949

Ein langer, konfliktreicher Weg bis zur nationalen Einigung und bis zur Neutralität

Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone im Sonderbundskrieg (1847) entstand in der Schweiz ein moderner Bundesstaat. Durch die Bundesverfassung von 1848 wurde die Autonomie der Kantone stark eingeschränkt. Bern ist seitdem Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bedeutung der Schweiz wuchs durch internationale Einrichtungen wie die „Genfer Konvention“ 1864 und dem „Internationalen Postvertrag“ 1874, aus denen das Internationale Komitee vom Roten Kreuz und der Weltpostverein hervorgingen. Im 1. Weltkrieg bewahrte die Schweiz strikte Neutralität. Nach dem Krieg wurde sie unter Wahrung ihrer militärischen Neutralität Mitglied des Völkerbundes. Auch im 2. Weltkrieg blieb die Schweiz neutral und beteiligte sich danach sofort an internationalen Hilfswerken.